In diesem Jahr fand die Projektwoche „Schule fürs Leben“ an der Grundschule Amerang für die beiden Kombiklassen 1/2A und 1/2S statt.
Die Woche startete mit den für die Kinder doch recht spannenden Fragen „Was ist überhaupt ein Bauernhof?” und „Was versteht man unter den Begriffen ‚Nutztiere‘, ‚Haustiere‘ und ‚Wildtiere‘?“.
Am Dienstag besuchte uns dann Frau Beham als Expertin in den beiden Klassen. Die Kinder erhielten dabei interessante Informationen aus erster Hand, unter anderem über Saatgut, das auf den Feldern ausgesät wird. Sie durften verschiedenes Saatgut sehen und anfassen und säten schließlich ein eigenes kleines Minibeet mit verschiedenen Samen in einem Eierkarton an. Auch das Thema Biogasanlage wurde uns von Frau Beham kindgerecht nähergebracht. Dazu gab es als Abschluss ein spannendes Experiment. In eine Trinkflasche durften die Kinder verschiedene Kompostabfälle sowie Wasser füllen. Frau Beham setzte der Mischung ein Pulver aus Bakterien sowie ein Pulver gegen Schimmel zu. Verschlossen wurde die Flasche dann mit einem Luftballon und die Kinder erhielten den Auftrag, die Mini-Biogasanlage über die nächsten Tage zu beobachten.
Eine richtige Biogasanlage konnten die Klassen dann bei ihrem Besuch auf dem Bauernhof bestaunen. Die 1/2A besuchte dazu am Mittwoch den Hof der Familie Vodermaier in Altersham, während die 1/2S am Donnerstag den Hof der Familie Beham in Reit besuchen durfte.
Die Bäuerinnen veranschaulichten dabei den Weg vom Getreide bis hin zum Lebensmittel. Dazu durften die Kinder Getreideähren in die Hand nehmen. Die Klasse 1/2 A mahlte anschließend Körner mit einem Mörser möglichst klein und formte aus einem vorbereiteten Teig Brotlaibe, die für uns gebacken wurden und die jedes Kind mit nach Hause nehmen durfte. Die Klasse 1/2 S hingegen sah zu, wie in der Zentrifuge die Sahne von der Milch getrennt wurde. Danach durften die Kinder selbst Butter schütteln, die dann zusammen mit Brot und Milch verzehrt wurde. Das war lecker!
Beide Klassen sahen sich darüber hinaus die Ställe der Höfe an, durften verschiedene Tiere streicheln, das Futter in die Hand nehmen und beim Melkvorgang mit dem Melkroboter zusehen. Frau Beham machte mit der Klasse 1/2 S ein Experiment zur Frage, warum uns die Milch weiß erscheint. Ein weiteres großes Highlight war für beide Klassen das freie Spielen – für die 1/2 A im Heuschober und für die 1/2 S im riesigen Sandkasten und hauseigenem Spielplatz.
Abgeschlossen wurde die Woche mit einem gemeinsamen gesunden Frühstück in den Klassen. Die Kinder waren sich am Ende der Bauernhofwoche alle einig: Es war ein großer Spaß und wir haben viel gelernt!
Wir möchten an dieser Stelle den Expertinnen und Experten der beiden Bauernhöfe noch einmal herzlich für ihr Engagement und die liebevolle Arbeit, die sie für die Kinder in die Besuche gesteckt haben, sowie den Mamas, die uns zu den Höfen begleitet haben, danken.
Text: Christina Bachmann, Janina Biller
Fotos: Christina Bachmann


